Motorradjacken aus Leder sehen nicht nur cool aus, sondern haben in erster Linie eine Schutzfunktion. Sie sollen Fahrer von Zweirädern bei Stürzen und vor Witterungseinflüssen schützen. Dazu reicht allerdings eine Lederjacke allein nicht aus, auch eine entsprechende Hose, Helm, Stiefel und Handschuhe gehören zur Schutzausrüstung dazu.
Eine vollständige Motorradbekleidung mit allem Drum und Dran, von der Unterhelmmütze bis zum Nierenschutz kann schon ganz schön ins Geld gehen, doch wird dadurch sowohl der Fahrkomfort, als auch die Sicherheit erhöht. Und cool sieht es natürlich auch aus, wenn jemand in voller Ledermontur daherkommt, auch wenn er dafür wahrscheinlich mehrere EC-Cash-Rollen beim Bezahlen verbraucht hat.
Ein sehr wichtiger Teil der Motorradjacken oder der Schutzausrüstung ist der Nierenschutz. Hier wird allerdings häufig noch geglaubt, er diene dazu, die Nieren vor der Auskühlung durch den Fahrtwind zu schützen. Das ist jedoch völliger Humbug, denn wenn die Nieren anfangen würden auszukühlen, ist der Fahrer vor Kälte eigentlich schon bewusstlos. Der eigentliche Sinn des Nierenschutzes ist das Stützen der Rückenmuskulatur im Nierenbereich. Er verhindert Rückenschmerzen nach langen Fahrten und dämpft Vibrationen und Stöße auf die Wirbelsäule ab. Für Motorradfahrer gibt es auch ein spezielles Beckenbodentraining Berlin, bei dem sowohl die Beckenmuskulatur als auch die Gesäß- und Rückenmuskulatur entsprechend der Körperhaltung auf dem Motorrad trainiert werden und man besser und entspannter fährt. Auch für die Motorradfahrer mit schwacher Blase ist solch ein Training sinnvoll, denn nichts kann den Fahrspaß mehr trüben, als wenn man ständig zum Pinkeln anhalten muss.